Die Geschichte und Gründung unserer Schützenbruderschaft

Wir feierten im Jahr 2015 das 475-jährige Bestehen unserer Bruderschaft. (Gründungsjahr um 1540) Das tatsächliche Alter der Schützenbruderschaften ist oft schwer auszumachen, denn im Mittelalter bestand keine Meldepflicht, d.h. es gibt so gut wie keine Gründungsurkunden.

Auch für unsere Bruderschaft existiert kieine Gründungsurkunde, aber die Erwähnungen in verschiedenen Unterlagen um 1540 sind eindeutige Indizien, die auf das Alter unserer Bruderschaft hindeuten.

Schützenmeister Rektor Josef Heinrichs (Archivar und Chronist 2002) schreibt in einer zusammengefassten Darstellung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft: „Wenn aber die Langerweher Bruderschaft im Jahre 1612 ihr 350jähriges Bestehen feierte, so stützt sie sich auf die aus dem Jahre 1612 stammende Königsplakette des Peter Hirtz, die heute noch wesentlicher Bestandteil des hiesigen Königssilbers ist.“ Tatsächlich aber ist die Bruderschaft wesentlich älter, wie der Verfasser der Festschrift aus dem o. g. Jubeljahr, Herr Konrektor Josef Schwarz (Begründer des Töpfereimuseums, 1964), glaubwürdig darlegte.

Hier seine Argumentation in Kürze:

  1. Der silberne Königsvorgel in seiner betont schlichten Formgebung als Papagei entspricht der anfänglichen Zeit
    der Königsvogelgestaltung. In der „Zeitschrift für Denkmalpflege und Heimatschutz“, Heft 1, Jahrg.
    26, Ausgabe Sept. 1933, ordnet Wilhelm Ewald in seinem umfangreichen Beitrag „Die Rheinischen Schützengesellschaften“, Seite 95 ff., diese Vogeldarstellung in das 2. Drittel des 16. Jahrhunderts ein. In dieser Zeitschrift ist u. a. der Langerweher Vogel als typisches Beispiel abgebildet.
  2. Eine dem Königsvogel angelötete Sebastianusstatuette dürfte nach der typischen Gestaltung des Faltenwurfs des Lendenschurzes zwischen 1480 und 1520 entstanden sein. Nach Ewald, s. o., Seite 84, war die Darstellung des Bruderschaftspatrons noch vor dem Vogel verbindlicher Bestandteil einer Königskette.
  3. Eine am Baumast, auf dem der Papagei steht, angeheftete Münze des „Sigismund 1. König von Polen und Herr ganz Preußens“ trägt die Jahreszahl 1540.
  4. Das Einkunftsverzeichnis der Pfarrkirche Langerwhe erwähnt eine „Sct. Anthony- und Sebastiany-Broderschaft“, die der Kirche jährlich eine bestimmte Menge Roggen und Hafer zu entrichten hatte. Da dort das Datum „2. März 1521“ fixiert ist, muss man folgern, dass bereits im 1. Viertel des 16. Jahrhunderts in Langerwehe eine Bruderschaft unter dem Doppelpatronat der Hl. Antonius und Sebastianus bestanden haben muss.
  5. Ein Visitationsprotokoll aus dem Jahre 1559 – das Berichte über Revisionen in den Pfarreien, die sich der Herzog aus Jülich als Landsherr erstatten ließ – erwähnt für Langerwehe eine SC. Antonius- und Sebastianus-Bruderschaft, die
    18 gld hat“, von denen „den Schützen vermoeg des althergebrachten gebroich 3 gld zukommen“
  6. Das Visitationsprotokoll vom 9. August 1582 besagt: „Zur Pastorat Langerwehe gehört ein Nebenaltar, genannt Bruderaltar“. Damit an diesem Altar die Messe gelesen werden konnte, bedurfte es einer Stiftung, die wahrscheinlich in 7 Morgen Land bestand, welches in den Kichenbüchern ausdrücklich als Bruderland bezeichnet wird. Eine hiesige Feldflur heißt bis heutzutage „in den 7 Morgen“.

Nach Schwarz ist aus allen diesen Kriterien zu schließen, dass das Alter der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Langerwehe ohne Bedenken auf die Zeit um 1500 zurückverlegt werden muss. Damit rückt sie in die Reihe der 10 ältesten Bruderschaften unseres Kreises.

Josef Schwarz nahm Wissen und Kenntnisse mit ins Grab, da er keine nachprüfbaren Quellenangaben machte und somit nichts dokumentiert ist.

Um aber die vom Museumsleiter erwähnten Berichte oder Dokumente authentisch belegen zu können, versuchte unser erster Geschäftsführer und ehemaliger Kassierer Arnold Liebeck (+ 2011), in den 1980er Jahren gemeinsam mit unserem Ehrenschützenmeister Constantin Schoeller (Schützenmeister 1968-1978, + 2003) sein Glück in den Stadtarchiven von Jülich und Düren. Leider wurde KLiebeck nicht fündig. In beiden Archiven waren keine Unterlagen von Langerwehe aus den Jahren vor 1550 zu finden. Er ging aber einem wichtigen Hinweis des Dürener Archivars auf ein Buch des Historikers Otto R. Redlich, erschienen im Jahr 1911, Titel: „Jülich-Bergische Kirchenpolitik am Ausgang des Mittelalters und in der Reformationszeit“ Zweiter Band: Visitationsprotokolle und Berichte, Erster Teil: Jülich 1533-1589, nach. In diesem Band sind auf den Seiten 794-799 die Visitationsprotokolle, die auf Anordnung des Herzog Wilhelm V. - bekannt als Wilhelm der Reiche - geschrieben wurde, aufgeführt.

Hier wird Langerwehe (Wehe) bereits im 1. Protokoll vom 01.07.12533, und in den weiteren Protokollen vom 31.07.1550, vom 10.10.1559 und vom 09.08.1582 von einer Bruderschaft St. Antonius und St. Sebastianus berichtet.

Das waren die Beweise, die unsere Schützenbrüder suchten und die die Angaben des Herrn Schwarz bestätigten. Doch sie wollten noch mehr erfahren. Deshalb fuhren sie, durch die Vermittlung von Schützenbruder Rudolf Rosarius, is Düsseldorfer Archiv. Dort wurde noch mal bestätigt, was sie vorher schon recherchiert hatten. Von den Original-Visitations-Protokollen vom 1. Juli 1533 und vom 10. Oktober 1559 mit Angaben über die St. Antonius- und Sebastianus Schützenbruderschaft wurden Ablichtungen gemacht.

Diese kopierten Nachweise liegen als Dokumente im Archiv. Leider lässt es sich nicht nachweisen, dass es im heutigen Langerwehe bereits vor 1533 eine Bruderschaft gegeben hat.

Der von Arnold Liebeck gestellte Antrag, das Alter der Bruderschaft vorzuverlegen, („Gegründet um 1500“ wurde auf eder Jahreshauptversammlung vom 24. Mai 1988 nicht angenommen. Somit bleibt es bei dem seit Jahrhunderen festgelegten Gründungsdatum um 1540. Den unermüdlichen Bemühungen der Schützenbrüder Arnold Liebeck und Conny Schoeller ist es zu verdanken, dass unser Gründungsdatum jetzt nachweislich dokumentiert ist.

 

Übersicht über die Entwicklung der Bruderschaft im Laufe der Zeit:

1612: Peter Hirtz Schützenkönig s.o. Königsplakette (Teil unseres Wappens - Foto)

1765: Die Statuten aus diesem Jahr waren als ältstete Bruderschaftsurkunde bis zu ihrem Verlust im 2. Weltkrieg vorhanden. 1763 wurden sie der kurfürstlichen Regierung in Düsseldorf vorgelegt und unter dem 17. Mai 1765 bestätigt.  Eine vollständige Abschrift ist noch vorhanden.

Ihre 15 Artikel geben Einblick in das Leben der Bruderschaft und bezeugen ihr einen verantwortungsvollen, streng kirchlichen Geist. Religiös-sittliche Forderungen an die Mitglieder dominierten über organisatorische Vorschriften. Das Schützenfest wurde gefeiert „auf den heiligen Pfingsttag“.

1792: Die französische Revolutionsarmee sah Schützen als eine Bedrohung an. So wurden hierzulande durch Erlass der franz. Regierung vom 24. April 1793 die Schützenvermögen beschlagnahmt. In Langerwehe konnten Königskette und Fahnen gerettet werden.

Am 9. Juni 1792 wurde die Klostergemeinschaft Wenau durch die Franzosen aufgelöst. Der 1. Bischof des neu gegründeten Bistums Aachen, Berdolet, erhob die Orte Heistern Hamich und Wenau zur selbständigen Pfarre.
So schieden die Schützen aus diesen Orten aus der Langerweher Bruderschaft aus und gründeten eine eigene. Der Stütgerlocher Lehrer Urlichs hat in den 1920iger Jahren über den Streit um die alte Sebastianusfigur zwischen Langerweher und Wenauer Schützen ein Drama geschrieben, das in der Zwischenzeit mindestens dreimal mit großem Erfolg aufgeführt wurde.

1814: gab man sich eine neue Satzung, die 1849 noch erweitert wurde. Darin ist der alte Bruderschaftsgedanke aufgegeben worden zugunsten einer geselligen Organisation. Man nennt sich fürderhin Schützengesellschaft und macht eine Abkehr vom kirchlich-religiösen Leben.      Schützenfest ist ab dieser Zeit der Sonntag nach Fronleichnam.

1817: Ein Unfall beim Königsschießen in Langerwehe mit tödlichem Ausgang veranlasst die Kgl. Regierung zu Aachen zum Erlaß neuer „Vorschriften über das Scheiben- und Vogelschießen“.

1856: Die in der neuen Satzung festgeschriebene Reglementierung der Gesellschaft durch staatliche und behördliche Einflußnahme sowie die Lösung von überkommenen Werten führt allmählich zum Niedergang der Bruderschaft. Königskette mit Vogel und 29 Schildern müssen verpfändet werden; sie können aber bereits 1 Jahr später für 47 Taler, 5 Silbergroschen, 4 Pfennig ausgelöst werden.

1893: Dem bisher schleichenden Niedergang der Schützengesellschaft folgt in diesem Jahr deren völlige Auflösung. Josef Schwarz fasst die Gründe dafür zusammen, - und seine Worte sollte man als Mahnung auch für unsere Tage verstehen:

„Abkehr vom Bruderschaftsgedanken, Veräußerlichung des Gemeinschaftslebens und nicht zuletzt die verheerende Wirkung des materialistischen Zeitgeistes“

1900: Um die Jahrhundertwende versteht es Pfarrer und Dechant Engelbert Kallen (Schützenkönig 1901, +1921), die Schützenbruderschaft zu neuem Leben zu erwecken und sie zu den jahrhundertealten, bewährten Idealen und zu religiöser Erneuerung zu führen. 1. Schützenmeister wurde Adam-Josef Gast (1900-1928; +1928)

1912:  In diesem Jubeljahr des 300-jährigen Bestehens (vom Jahr 1612 an gerechnet) fällt der Königsvogel beim 2. Ehrenschuss, den der Bürgermeister für die weltliche Obigkeit abgibt. Somit wird in diesem Jahr S.M. Wilhelm II., Deutscher Kaiser und König von Preußen, Schützenkönig von Langerwehe. Eine Grußdepesche Seiner Majestät traf ein, und der Landrat vertrat den Landesvater bei den Feierlichkeiten. (>Zeitungsbericht)

1914-1919 wurden wegen des ersten Weltkrieges keine Schützenfeste gefeiert.

1920:    1. Schützenfest nach dem Krieg im Schützenhof (Schönthaler Straße)

1928:  wurde das  Grundstück des heutigen Schützenhauses von der Gemeinde in Erbpacht genommen (4 Reichsmark pro Jahr).

Die Schützenbruderschaft tritt der Erzbruderschaft zum Hl. Sebastianus bei und schickte im Jahre 1928 eine Abordnung unter der Führung von Hochw. Herrn Dechant Caspar Faßbender auf die Fahrt nach Rom zur Huldigung des Hl. Vaters.       (> Postkarte)

1930:  Von der französischen Besatzungsmacht wurde eine Baracke gekauft, aufgebaut und als Schützenhaus eingeweiht (> Foto – Franzosen-Baracke).

1933 – 1945:  Das nationalsozialistische System zerschlägt alte, gute Schützentradition, indem es die religiöse Verankerung auflöst, einseitig den Wehrgedanken propagiert und das Führerprinzip durchsetzt. Dabei werden von den höchsten Spitzen bis unten hin nur willfähige Männer berufen.  Bis 1938 werden noch Feste gefeiert und Majestäten ermittelt.

1936: Die Schützenschwestern der Bruderschaft stiften ein sehr wertvolles, aus Altsilber gefertigtes Diadem  als Königinnenkrone für die amtierende Schützenkönigin.  Diese Krone wird heute noch von den Königinnen getragen.

1946:  Neubeginn in einer total zerstörten Heimat. Trotz bitteren Leids wegen zahlreicher gefallener bzw. noch vermisster, in Gefangenschaft befindlicher Schützenbrüder und trotz unbeschreiblichen Hungers und Mangels an allem Lebensnotwendigen, wagt man den Neubeginn.

Am 3. Juni 1946 erste konstituierende Versammlung.

Die Militärregierung steht dem Schützenwesen nicht eben freundlich gegenüber.

1947: werden der Schützenmeister Jakob Kuckertz und der 1. Geschäftsführer Gottfried Rath (gemeinsam mit dem Schützenmeister Pohl von den St. Seb. Schützen Pier) zu je 4 Wochen Gefängnis und zu 5000 RM Geldstrafe
verurteilt, weil sie angeblich gegen die Militärverordnung verstoßen haben.

Erstes Sebastianusfest am 19. Januar 1947 mit Familienabend der St. Sebastianus  Schützenbruderschaft  im Saal des Schützenhofes unter Mitwirkung des Quartetts des St. Martinus Kirchenchors.

Erstes Schützenfest nach dem 2. Weltkrieg. Festveranstaltungen waren im „Schützenhof“ und in den Parkanlagen (Schönthaler Straße)  Der Festzug zog durch Stütgerloch und Langerwehe. Uniformen für die Offiziere wurden in der Verleihanstalt in Korchenbroich entliehen.  (> Bild vom Festzug) 

1948:  Die Jungschützen ermittelten erstmalig einen Schützenprinzen; Hans Hambach.

Zum 1. Male nach dem Krieg wurde auch wieder um die Ehre eines Schützenkönigs geschossen. Schützenkönig wurde der Schützenbruder Franz Funk. Der Königsvogel wurde mit der Armbrust heruntergeschossen.

1949: Neu eingeführt wurde das Tragen eines großen handgeschnitzten Vogels (Symbol des Königsvogels) im Festzug. Träger war Theo Papst. An dem Vogel waren vier breite buntfarbige (Grün-Weiß) Seidenbänder, die von jungen Mädchen gehalten wurden. Zwei Jungschützen in Knappentracht begleiteten die Gruppe.

1950:  Anschaffung einer neuen Schwenkfahne. Für die Fahnensektion, wie sie früher war, wurden acht kleine Fahnen und acht Schärpen angeschafft.

1951:  Instandsetzung der Hülsenbergkapelle durch die Schützen.

1952:  In der Wirtschaft „Zur Traube“ wurde das erste Ostereierschießen nach dem Krieg durchgeführt.

Am 16.10. stirbt der langjährige Schützenmeister Jakob Kuckertz (seit 1928)

Neuer 1. Schützenmeister wurde Richard Hilden.

1953:  Der geistliche Präses, Pfarrer Leonhard Netten, wird in den Ruhestand verabschiedet und zum Ehrenpräses ernannt.  Einführung von Pfarrer Hans Steffens als neuer Präses.

Die Bruderschaft wurde Mitglied des „Deutschen Schützenbundes“. Nachfolgerorganisation der „ Erzbruderschaft zum HL. Sebastianus“.

Wiederaufbau der Schießhalle (Schützenhaus)

1954: Im erweiterten Neubaugebiet hinter dem Bahnhof wurde eine Straße „Schützenstraße“ genannt.

1955:   am 30. Juni verstarb der 1. Schützenmeister Richard Hilden, sein Nachfolger wurde der Schützenbruder Josef Reinartz.

Für den Gebrauch eines Kleinkalibergewehrs wird ein Waffenschein beantragt.

1956:  Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Düren.

Baubeginn des Schützenhauses in Stein.   Bauantrag des KK-Schießstandes gestellt.

1957:  Anlässlich des Jubeljahres der Pfarre Langerwehe – 800 Jahre Pfarre St. Martin und 50jähriges Bestehen der neuen Pfarrkirche - stiftete die Schützenbruderschaft ein Ornamentfenster mit der Darstellung des Hl. Sebastianus.

Schützenmeister Josef Reinartz legt sein Amt nieder. Der bisherige zweite Schützenmeister Josef Heinen wurde zum ersten Schützenmeister gewählt.

1958:  Das neue Schützenhaus auf dem Schafenberg wurde feierlich eingeweiht.

Aus finanziellen Gründen mussten  der Ausbau des Schießgrabens und die Errichtung der Kleinkaliberanlage zurückgestellt werden.

1959:  Das Ostereierschießen wurde im Schützenhaus ausgetragen.

1961:  der 2. Schützenmeister Constantin Schoeller wurde beim Bundesschießen in Coesfeld als amtierende Majestät, der bisher einzige Diözesankönig  der Bruderschaft.

1962:  Großes Jubelfest anlässlich des 350jährigen Bestehens. (vom Jahr 1612 an gerechnet) Zum Auftakt fand eine Ausstellung „Schützenembleme aus fünf Jahrhunderten“ im Töpfereimuseum statt. Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten war ein großer historischer Festzug. Alle Vereine des Ortes und von Jüngersdorf-Stütgerloch wirkten hier bei der Darstellung aus den Zeitepochen und den Ereignissen aus der Ortsgeschichte mit.   Schirmherr ist der Hochmeister des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, Christoph Bernhard Graf von Galen.    

 Aufführung des Theaterstückes „Der Sebastianusdiebstahl“.

1965: Die Schützenbruderschaft  wird am 17. Mai Mitbegründer der „Interessengemeinschaft Langerweher Vereine pp“. Initiator der Gemeinschaft war der damalige Kaplan Winfried Wackerzapp.

Der Nikolaus („Heiliger Mann“) mit seinem Gefährten, dem „Hans Muff“ kam zum 1. Male zu den Kindern der Bruderschaft. Kinder von ausländischen Mitbürgern und sozial schwächeren Familien werden auch eingeladen und bedacht. Eine Tradition die bis heute Bestand hat. Nikolaus war bis 1968 Martin Gielgen; seit 1969 bis heute ist sein Sohn Kurt der „brave Mann“.

1966:  Am 1. Karnevalszug der IG nimmt die Bruderschaft mit einem gebauten Wagen und mit zwei Fußgruppen teil.

Ein neues Ehrenmal zum Gedenken an unsere Kriegsopfer wird am 13. November unter Mitwirkung der Schützenbruderschaft eingeweiht. Heute stehen die „Drei Grazien“ an der Leichenhalle auf dem Friedhof.

1967:  Am 26. Oktober verstarb der 1. Schützenmeister Josef Heinen.

Mitglieder anderer christlicher Kirchen dürfen nun König werden.

1968:  Am 9. Februar wurde der 2. Schützenmeister Constantin Schoeller zum neuen 1. Schützenmeister gewählt. Am 15. Juni wurde in Jüngersdorf die neuerbaute Kapelle durch Präses Hans Steffens eingeweiht. Die Schützen nahmen in Tracht teil.

1970:  Der Kleinkaliber-Schießstand wurde  mit einer kleinen Feier seiner Bestimmung übergeben.

1971:   Die Bruderschaft feierte ihr erstes Schützenfest in der neuerbauten Kulturhalle.

1973:   SM Herbert Hilden stiftete eine neue Königskette.

1974:  Zum ersten Mal wird ein Schülerprinz ermittelt;  Wolfgang Kampmann

1975:  Schützenkönig Franz Jordans wird erster Bezirkskönig der Bruderschaft im Bezirksverband Düren-West.

1976:  Innerhalb der Bruderschaft hat sich eine Theatergruppe gebildet, die seither ununterbrochen  alle Jahre zum Sebastianusfest ein Theaterstück aufführt.

1978:   Erste Feier „Tanz in den Mai“.  

Werner Schillings wird neuer  1. Schützenmeister.

1978:  Unter Schützenmeister Werner Schillings und Schießmeister Franz-Josef Cremer Bau und Einweihung des neuen Vogel-Hochstandes auf der so genannten „Schweinewiese“ hinter der Kulturhalle.   (Foto)

Die neuen Statuten sehen vor, daß nunmehr auch Frauen Mitglied der Bruderschaft werden können. Zahlreiche Frauen machen von diesem Recht Gebrauch.

1980: Das „AUS“  für den alten 10m-Luftgewehrstand im Schützenhaus. Aus sicherheitstechnischen Gründen wurde der LG-Stand nicht mehr zugelassen.

1981:  Nach Genehmigung und mit finanziellen Mitteln der Sparkasse Düren sowie der Gemeinde Langerwehe wird südlich am  Schützenhaus mit dem Bau einer Schießhalle begonnen. Zahlreiche Mitglieder, besonders die Schützen der Schießabteilung unter Franz-Josef  Cremer, arbeiten viele tausend Stunden in Eigenleistung.

1982:   Auf  Anregung von Annemie Kampmann gründeten Brunhilde und Ernst Schain  die Kinderbühne „Spitzmaus“ der St. Sebastianus Schützenbruderschaft, die seither jährlich zur Nikolausfeier ein Kindermärchen aufführt.

1984: Mit Agnes Wirtz wird erstmals in der Geschichte der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Langerwehe eine Frau Königin.   (Foto)

am 18. August ist die feierliche Einweihung der neuen Schießhalle

Ausgelöst durch das Finanzamt Düren wird die Satzung geändert.

1987:  Der Schützenbruder Heribert Gerhards, bisheriger 2. Schützenmeister, wird einstimmig zum 1. Schützenmeister gewählt.

1989:  Unter Schützenmeister Heribert Gerhards beginnt die Planung zur Erweiterung des Schützenhauses. Noch im selben Jahr Beginn des Anbaus in Richtung Parkplatz.

1991:   Fertigstellung und Einweihung der Schützenhauserweiterung.

1993:  Am 18. November wird durch die Generalversammlung die bisher gültige  Satzung verabschiedet. Diese beinhaltet einige zeitgemäße und rechtlich vorgeschriebene Änderungen.

1994: Beginn der Freundschaft mit der St. Johannes Schützenbruderschaft Schneiderkrug  (Kreis Cloppenburg)

1995:   Die Freundschaft mit der Bruderschaft St. Johannes Schneiderkrug, KP. Bühren, wird mit einem Gegenbesuch zu unserem  Sebastianusfest bekräftigt.  Als Gastgeschenk durften wir eine deutsche Stieleiche entgegennehmen. Die Einpflanzung durch den Stifter Norbert Kuhn fand im feierlichen Rahmen mit Beteiligung des Bürgermeisters

Heinz Tillmanns und des Schützenmeisters Heribert Gerhards statt. Heute als stattlicher Baum ein Wahrzeichen mit Symbolcharakter am Schützenhaus.  (Zeitungsartikel)

Dachsanierung des alten Schützenhausgebäudes.

1995:  Die Königskette geht in den Ruhestand. Da das Königssilber zu wertvoll ist und die Kette mit allen Plaketten zu schwer zu tragen ist, beschließt die Mitglieder-versammlung auf Vorschlag von Schützenbruder Jakob Getz, diese durch eine neue Königskette zu ersetzen. Die Alte wird sorgfältig fotografiert und im Safe der Sparkasse aufgehoben. Eine neue Königskette wird von Oberst Jakob Getz gestiftet und in der Schützenfestmesse feierlich vom Präses Pastor Klaus Hellebrandt gesegnet. Schützenkönigin Helga Lück darf das Königssilber zum ersten Mal tragen.

  (Fotos ; alte und neue Königskette)

1996: Der 2. Schützenmeister Horst Deselaers (Schützenkönig) wird in der  Mitgliederversammlung zum 1. Schützenmeister gewählt.

2003: In der Festmesse zum Schützenfest wird eine vom Oberst Jakob Getz gestiftete Jung- und Schülerschützenstandarte vom Präses Herrn Pastor Rüdiger Hagens geweiht.

2004: Erstmalig werden die Bezirksmajestäten in der Pfarrkirche des amtierenden Bezirkskönigs gekrönt. Dieses  neueingerichtete  Bezirksmajestätenfest findet mit einer Bruderschaftsbegegnung,  durch den  Bezirkskönig Ulf Melssen, in Langerwehe statt.

2006:  Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft erhält ein neues Wappen.

2011: In der Delegiertenversammlung des Kreisschützenbundes wird die Schützenbruderschaft mit der Durchführung des Kreisbundesschützenfestes betraut.

Bundespräses Weihbischof Dr. Heiner Koch segnet die neuen Bezirksmajestäten, mit dem Langerweher Bezirkskönig Achim Frings,  in der Pfarrkirche St. Martin und hält anschließend zur Bruderschaftsbegegnung im Pfarrsaal ein richtungweisendes Referat.

    (Foto – Bundespräses mit Jungschützen)

Josef Lück erringt zum Dritten Mal die Königswürde und wird erster Schützenkaiser (dreimal König) in der langen Geschichte der Schützenbruderschaft Langerwehe.      (Foto – Kaiserpaar)

2012:  Während des Hochamtes zum Patronatsfest wird die neue Bruderschaftsfahne von unserem Präses Herrn Pastor Heinz Portz gesegnet.  Viele Bruderschaften aus dem Bezirk nehmen mit ihren Fahnenabordnungen an der feierlichen Fahnenweihe  teil.

2014: Im Zuge der energetischen Maßnahmen im Schützenhaus werden die elektrischen Anlagen und Installationen erneuert. Weiter kann durch die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Düren, sowie großen Betrag aus der Sportpauschale der Gemeinde Langerwehe, und durch Gelder von privaten Spendern das Dach der Schießhalle mit einer gedämmten Dacheindeckung erneuert  werden. Weitere wichtige energiesparende Maßnahmen am und im Schützenhaus werden in nächster Zeit folgen, um den Bestand unseres großen Gebäudes zu erhalten und eine wirtschaftliche Nutzung ermöglichen zu können.

 

Ein langes, ereignisreiches Bruderschaftsleben konnte hier nur kurz Revue passieren.

 

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Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Langerwehe,

gegründet um 1540 e.V.